Leistungsabfall in der Schule

Aktualisiert: 8. Dez 2020

Es gibt verschiedene Gründe, warum die Leistungen Ihres Kindes in der Schule abfallen.


Die Pubertät

(ca. 8. Klasse, heutzutage gefühlt schon ab der 5. Klasse)


Bei vielen spielt die Pubertät eine Rolle. Die Kinder/Jugendlichen wollen "cool" sein, aber auf keinen Fall ein Streber. Sie machen alles, um den Mitschülern zu gefallen, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen. So lange "nur" die mündlichen Leistungen darunter leider, ist es noch tragbar. Leiden aber die gesamten Leistungen, sollte man unbedingt ein Gespräch mit dem Kind/Jugendlichen aufsuchen und klären, welche Konsequenzen sein Verhalten hat. Denn "cool sein" ist nicht alles. Und später ist man "cool", wenn man einen guten Job hat. Und dafür braucht man gute Noten!


Unwissenheit und Ziellosigkeit


Ein weiterer Faktor ist oft, dass die Jugendlichen nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anstellen sollen. Viele bekommen von zu Hause vorgelebt, dass das Leben mit Hartz IV ja ganz chillig ist. Man hat ein Auto, Fernsehen, Zigaretten, eine Konsole/einen PC und natürlich möglichst ein gutds Handy. Die Kinder sind auf sich alleine gestellt, kennen keine Regeln und kein strukturiertes Leben mit regelmäßigen Mahlzeiten.


Sie haben oft auch keinerlei Berufswünsche. Leider zeigen ihre Eltern ihnen oft, dass man durch Schwarzarbeit mehr verdient, sodass die Kinder und Jugendlichen dies auch schon während der Schulzeit beginnen. Denn für Schwarzarbeit benötigt man schließlich keinen Abschluss. Somit wird Schule für sie uninteressant und nutzlos. Kommt dann noch das Schulschwänzen hinzu, wird es für die Eltern teuer, aber oft ändert es leider nichts.


Es folgen Schulpflichtverletzungsanzeigen. Aber auch die angesetzte Strafe, die die Eltern dann zahlen müssen, ändert leider nicht das Verhalten der SchülerInnen.


Hier ist ein Gespräch, idealerweise mit Vertrauten des betroffenen Kindes (nicht die Eltern) wichtig. Vielleicht ein Onkel/eine Tante mit geregeltem Einkommen, die ein Gespräch über Möglichkeiten und Ziele mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen führen. Es ist wichtig so schnell wie möglich den richtigen Weg wieder zu finden, Ziele und Wünsche zu schaffen, sodass ihm oder ihr klar wird, wofür die Schullaufbahn wichtig ist.


Ist es absolut nicht möglich, die Schule interessant darzustellen, sollte man sich Gedanken über Alternativen machen. Es gibt Einrichtungen, die durch die Schulen empfohlen werden, damit man Erfahrungen im praktischen Bereich sammeln kann und dadurch später auch an Ausbildungsstellen gelangt. Eine solche Möglichkeit bietet z.B. "die Brücke" in Bramsche, hierzu sollten Sie ein Beratungsgespräch mit den Klassenlehrern und dem/der SchulsozialarbeiterIn führen.


Je nach Alter des Kindes ist es auch möglich auf die Berufsbildende Schule zu wechseln. Auch dies muss mit den Klassenlehrern und dem/der SchulsozialarbeiterIn besprochen werden. Diese können Ihnen dann auch die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen. Dort kann natürlich auch ein Schulabschluss nachgeholt werden, der an der Regelschule im Moment für Sie vielleicht undenkbar ist.


Lese-Rechtschreib-Schwäche / Legasthenie


Plötzlich werden alle Zensuren schlechter... Besonders auffällig ist das Fach Deutsch. Die Rechtschreibung macht große Probleme, Aufgaben werden gar nicht erst gelesen oder nur überflogen. Dies fällt auf, da plötzlich nur Teilaufgaben erledigt werden oder einige Aufgaben ganz weggelassen werden, da sie nicht aussehen, wie typische Aufgaben.


Oft entwickelt sich dann bei dem Schüler / der Schülerin auch Prüfungsangst. Die Angst vor dem Blackout. Denn LRS ist nicht erklärbar... Mal klappt alles super und an einem anderen Tag ist wieder alles falsch. Der Schüler/die Schülerin versteht es nicht. Dabei liegt es nicht am Unverständnis, sondern an der LRS.


Man sollte, sobald Auffälligkeiten bekannt sind, direkt anfangen, richtig zu fördern. Einfache Nachhilfe bringt häufig nichts. Wichtig ist nicht nur die Korrektur der Aufgaben, sondern auch die Klarheit zu schaffen, was machst du da gerade und warum. Es hilft nicht einfach nur Aufgabentypen zu üben, sondern die komplette Rechtschreibung und Grammatik, die für das angestrebte Thema wichtig ist, muss kleinschrittig wiederholt und geübt werden, sodass ein Verständis entwickelt wird, warum es genau so sein muss. Wichtig ist auch, dass ihr Kind immer fragt, wenn es etwas nicht versteht. Verstehen sie ein Wort in einer Aufgabe nicht, blockieren sie und verstehen gar nichts mehr.


Leider wird es in der Schule häufig nicht erkannt. Es wird immer unpersönlicher im Unterricht. Eine große Klasse, viele LehrerInnen in verschiedenen Fächern. Hausaufgaben werden nicht kontrolliert, Mappen immer seltener eingesammelt oder nur überflogen. Die Zeit fehlt. Früher wurde alles kontrolliert und berichtigt vom Lehrer. Das ist heute kaum denkbar.


Zu meiner Zeit wurden sogar die Hefte und Mappen eingesammelt und korrigiert. Aber durch die weitreichenden Aufgaben, die die Lehrer heutzutage bekommen haben, ist dafür kaum noch Zeit. Man bespricht im Unterricht die Aufgaben und hofft, dass die SchülerInnen sie korrigieren. Man geht auch mal rum und überfliegt alle Hefte aber man sieht lange nicht alles... leider.


Individuelle Förderung heißt das Zauberwort... Lehrpläne, Förderpläne, Berichte, Klassenkonferenzen, Teambesprechungen ... es findet so viel statt, aber die Zeit und das Personal für diese individuelle Förderung fehlt überall!!! Also muss man selbst dafür sorgen, dass sein Kind bestmöglichst gefördert und gefordert wird.


Prüfungsangst


Um herauszufinden, ob ihr Kind an Prüfungsangst leidet gibt es verschiedene Fragebögen. Einen hänge ich hier an. Gerne können Sie aber auch einen Termin vereinbaren. Am besten kann man herausfinden, wo das Problem liegt, wenn man mit dem Kind arbeitet (Nachhilfe mit Hinblick auf die möglichen Probleme/Ängste).


Vereinbaren Sie gerne einen Termin.




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